Veranstaltung Museum Konzerte Livemusik

Schloss-Restaurant Neuenbürg
Am Schloss 1
D-75305 Neuenbürg
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Termine von Februar bis März 2011

"Von verkauften Herzen, Schatten und Seelen"

Highlights im Jubiläumsjahr 2011

Wir feiern "10 Jahre Museum Schloss Neuenbürg" - feiern Sie mit!

 

Termine, die Sie nicht verpassen sollten...

18. Februar, 18.00 Uhr: Neuenbürger Maskenzug - legendär, skurril und einzigartig!

16. März, 17 Uhr: Ausstellungseröffnung "Von verkauften Herzen, Schatten und Seelen", Eine Mitmachausstellung über die Gier und ihre Folgen, Kooperation mit der PH Karlsruhe

18.-20. März: 10. Filmtage im Schloss. Motto "Herz-Zeit". Gezeigt werden: "Drachenläufer", "Die Standesbeamtin", Kirschblüten - Hanami". Der Eintritt ist frei!

9. April: "Intervention im Raum", Eine Groß-Installation der Künstlerin Sybille Burrer. Mit flatterndem Herzen und wehendem Haar im Dachgestühl klettern.

8. Mai, 11 Uhr: Musik mit "Herz". Benefiz-Muttertagskonzert zugunsten der SWR-Aktion "Herzenssache". In Kooperation mit der Jugendmusikschule Neuenbürg und dem Lionsclub Bad Wildbad.

22. Mai, 11 Uhr: Ausstellungseröffnung "Geistesblitze - Innovationen aus dem Nordschwarzwald" - Dübel, Duschschlauch und Co.- Praktische und erstaunliche Erfindungen und ihre Erfolgsgeschichten. Eine spannende Mitmach-Ausstellung.

19. Juni: Erleben Sie und Ihre Familie einen außergewöhnlichen Tag auf dem Weg zum Schloss und im Schloss selbst. Mit herausragenden und unterschiedlichsten Aktionen kommt hier ganz bestimmt jedermann auf seine Kosten. 

Schloss-Erlebnistag im Rahmen der landesweiten Aktion "Baden-Württemberg verzaubert!" und Kulturlandschaften: Holz & Erz & Kalte Herzen – Ein Aktionstag in Neuenbürg

10-13 Uhr: Geführte Fahrradtour auf dem Enztal-Radweg zum Schloss (Treffpunkt: "Flößer" bei der Auerbrücke in Pforzheim)

11-12.30 Uhr: Bogenschießen im Schlossgarten, offener Workshop, Teilnahmegebühr pauschal 2 Euro

13 Uhr: Öffentliche Führung durch das Schloss, kostenfrei

14-16 Uhr: Öffnung der St. Georgskirche mit mittelalterlichen Wandmalereien

Ab 14.30 Uhr: Floßbau für Kinder (ab 10 Jahren), Materialkosten 3 Euro

15 Uhr: "Von dem Flötchen, das zaubern kann", Zauberhaftes Kindertheater mit dem Kindertheater TamBambura. Für Kinder ab 4 Jahren. Fürstensaal, 5/4 Euro, Familienkarte 15 Euro

16 Uhr: Lesung "Das kalte Herz", Schlossgarten, kostenfrei

Ein Kooperationsprojekt des Enzkreises und der Stadt Pforzheim im Rahmen von Erlebniswelt Kultur Nordschwarzwald und dem Schlosserlebnistag „Baden-Württemberg verzaubert“.

28. Juni-10.Juli: Nischen-Projekt unter dem Motto "Herz-Kammern": Schüler gestalten Nischen in der Schlossgartenmauer.

1.-3. Juli: Festwochenende

10 Jahre Museum Schloss Neuenbürg mit offiziellem Festakt und Sommerfest im Schlossgarten

6.-7. August: 8. Historisches Spectaculum, mit den Spielleuten und Landsknechten e.V. im Schlossgarten, einer der schönsten Mittelaltermärkte der Region 

11. September: Tag des offenen Denkmals + Oldtimer-Treffen im Schlossgarten(Automobilsommer 2011)

23. September: Ausstellungseröffnung im Forum für zeitgenössische Kunst: Retrospektive Susanne Ring.

10.-11. Dezember: Adventmarkt mit Gastspiel des marotte Figurentheaters Karlsruhe "Weihnachten bei Opa Franz"

"Von verkauften Herzen, Schatten und Seelen" - Eine Mitmach-Ausstellung

Köhlerhütte
Beim Holländer Michel

Bis 31. Juli 2011

Eine literarische Entdeckungsreise für Kinder und Erwachsene

Was macht das Leben lebenswert? Kann man Glück kaufen? Wie verführbar sind wir durch Geld, Luxus und andere Objekte der Begierde? Und in welchen Momenten ist der Mensch besonders anfällig für die Versprechungen dubioser Verführergestalten? Der Pakt mit dem Bösen, oft in Form eines Wettvertrags, ist ein sehr altes literarisches Motiv, dessen Faszinationskraft bis heute ungebrochen ist. Nicht nur Märchenhelden und Goethes Faust lassen sich mit dunklen Mächten ein, sondern auch in neuerer Kinder- und Jugendliteratur spielt die Thematik eine Rolle.

Das Museum Schloss Neuenbürg zeigt seit 2001 eine vielbeachtete multimediale Inszenierung des Märchens Das kalte Herz von Wilhelm Hauff. Zum zehnjährigen Jubiläum dieser Ausstellung präsentieren Studierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ihre Ideen zu ausgewählten literarischen Verarbeitungen des Teufelspakt-Motivs. Dabei sprechen sie ausdrücklich junge Museumsbesucher an, die Literatur einmal ganz anders erleben möchten. Neben Hauffs Märchen, der Geschichte des Köhlers Peter Munk, laden die Erzählung Peter Schlemihls wundersame Geschichte von  Adelbert von Chamisso sowie das Kinderbuch Timm Thaler oder das verkaufte Lachen von James Krüss die kleinen und großen Museumsbesucher zu einer intensiven Begegnung ein. Mit allen Sinnen und interaktiv können die phantastischen Welten erkundet werden – lassen Sie sich / lasst euch zur Literatur verführen!

Das Böse zeigt sich in vielerlei Gestalten und tarnt sich mehr oder weniger raffiniert. Im Märchen Das kalte Herz ist es die Figur des Holländer-Michels, die Peter Munk Reichtum und hohes Sozialprestige verspricht, auf Kosten seiner Mitleids- und Liebesfähigkeit.

Chamissos Held Peter Schlemihl verliert seinen Schatten für Geld an den „Grauen“ und ist fortan ein aus der Gesellschaft Verstoßener.

Die Hauptfigur des Romans von James Krüss ist der 11-jährige Timm Thaler. Er lässt sich beim Pferderennen mit einem „karierten Herrn“ ein, der ihm immerwährenden Wettgewinn verheißt, ihm jedoch dafür sein Lachen nimmt.

Alle drei Figuren suchen das Glück, durchlaufen einen Prozess der Erkenntnis, entwickeln erstaunliche Kräfte. Häufig stehen ihnen dabei  Helfer zur Seite, wie das Glasmännlein (Hauff), der treue Diener Bendel (Chamisso)oder aber Jonny, der Steuermann (Krüss). Ohne ihren Beistand wäre die Macht des Bösen nicht zu brechen.

Kinder  und Erwachsene können sich in der Ausstellung mit den literarischen Helden auf eine spannende Reise begeben, mit ihnen Höhen und Tiefen erleben. Dabei wird sich mancher vielleicht seiner eigenen Wünsche und Vorstellungen vom Glück bewusst.

Und dann: Viel Freude beim Lesen!!

 „Aber zum Ende hin hab ich schrecklich lachen müssen. Und ich hab mir gedacht: Wo der Mensch lacht, hat der Teufel seine Macht verloren.“

Frau Bebber in Timm Thaler oder das verkaufte Lachen von James Krüss

Zur vertiefenden  Lektüre im Unterricht werden für Schulklassen Materialien im Klassensatz angeboten.

 

Eintritt 2 Euro, für Museumsbesucher frei. Materialien im Klassensatz 10 Euro.

Unterrichtsmaterialien als PDF zum Herunterladen. 

Bach und Händel, 3. April 2011

Kammerchor

Chorkonzert mit dem Kammerchor Öschelbronn, 3. April, 19 Uhr

 

Bach und Händel

Johann Sebastian Bach: Herz und Mund und Tat und Leben (BWV 147)
Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert g-Moll (HWV 291), Ode for the Birthday of Queen Anne (HWV 74)

Martina Lorbeer, Sopran

Evelyne Kühne, Alt

Wolfgang Müller, Tenor

Manfred Blassmann, Bass

Kammerchor Öschelbronn

Roland Kopp, Solotrompete

Sebastian Weiss, Orgel 

Barockensemble Baden-Baden

Leitung: Bastian Hellinger

Vier Solisten, der Kammerchor Öschelbronn und das Barockensemble Baden-Baden präsentieren in einem kleinen, aber farbig besetzten Orchester drei Meisterwerke des Spätbarocks. „Herz und Mund und Tat und Leben“ ist eine der beliebtesten Kantaten Johann Sebastian Bachs, in dessen aufwändig komponiertem Eingangschor die Solotrompete virtuos in den festlichen Konzertabend einstimmt. Das Werk endet mit dem Schlusschoral „Jesu bleibet meine Freude“, der international zu den beliebtesten Kompositionen Bachs zählt. Kaum bekannt, doch nicht minder spektakulär: Händels „Ode for the Birthday of Queen Anne“. Nach endgültiger Übersiedlung des Komponisten nach England schuf er eine außerordentlich farbige Huldigungsmusik zum Geburtstag der Königin, die selbst an den erfolgreichen Verhandlungen des Friedens von Utrecht teilnahm. Zwischen diesen beiden wundervollen Vokalwerken erklingt das Orgelkonzert g-Moll – eine Gattung, die sich bereits zu Händels Lebzeiten großer Beliebtheit erfreute.  (pm)

Fürstensaal

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro

Kartenreservierung und weitere Auskünfte: Schloss Neuenbürg, Tel. 07082-792860

Intervention im Raum 2011

Intervention im Raum , Sibylle Burrer

Netzinstallation im Dachgestühl, Eröffnung, 8.April, 19 Uhr

Bereits 2003 sorgte die weiträumige Netzinstallation der Künstlerin Sibylle Burrer im Dachgestühl des Neuenbürger Schlosses für große Aufregung und helle Begeisterung. Ein Grund mehr für uns, im Jubiläumsjahr 2011 diese Attraktion erneut zu zeigen. Vor 10 Jahren, 2001, wurde das Museum mit der einzigartigen Märcheninszenierung "Das kalte Herz" eröffnet. Im Märchen wie nun auch im Dachgestühl ist der Besucher, und das macht Schloss Neuenbürg als einmaligen Erlebnisort aus, mitten drin im Geschehen. Wer im Sinne des Jubiläumsmottos "Alles rund ums Herz" sich also ein Herz fasst und in die Höhen des Netzes klettert, wird sich dabei selbst neu erfahren.

Klicken Sie auf Video für mehr Informationen.

Begleitprogramm:

Sonntag, 17. April, 11 Uhr: Gespräch mit der Künstlerin Sibylle Burrer, Moderation Jacqueline Maltzahn-Redling

Dauer: 9. April bis 3. Juli 2011

Öffnungszeiten: Fr, Sa: 13-18 Uhr

So, Feiertage: 10-18 Uhr

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro

Charlott Szukala - Weibsbilder im Schloss

Charlott Szukala - Weibsbilder im Schloss

Holz in Form gebracht - Vorführungen im Schlossgarten von So, 17. bis Do, 21. April 2011, 11-18 Uhr

Charlott Szukala hat einen besonderen Blick für weibliche Körperformen. Dabei lässt die Holzbildhauerin mit Hilfe der Kettensäge aus dem Rohstoff Holz kraftvolle und gleichzeitig sinnliche Figuren entstehen, deren Proportionen sie dabei gerne übersteigert darstellt. Die mehrtägige Veranstaltung, eine Initiative des Förderkreises Kultur im Schloss e.V., findet im Schlossgarten von Schloss Neuenbürg statt. Vor den Augen der Zuschauer wird die aus Essen stammende Künstlerin Szukala dann ihre Weibsbilder in Form bringen. Wer Interesse an ihren Arbeiten hat, kann seine Wünsche direkt vor Ort in Auftrag geben.

 

 

 

 

 

 

 

Rumpelstilzchen! Ein Puppentheaterstück nach dem Märchen der Brüder Grimm, Sa, 23. April, 15 Uhr

Die schöne Müllerstochter

Die schöne Müllerstochter soll dem König Stroh zu Gold spinnen, sonst verliert sie ihr Leben. Da taucht in der größten Not des Mädchens wie aus dem Nichts ein Helfer auf:  Das freundliche, merkwürdige Männlein, das seinen Namen nicht nennen will, setzt sich gleich ans Spinnrad, und wie von Geisterhand füllen sich alle Kammern mit Gold. So wird die Müllerstochter zur Königinund übers Jahr zur glücklichen Mutter. Doch einem wirklich märchen-haften Ende droht wieder neue Gefahr: Das Männlein kehrt zurück und fordert den versprochenen Lohn ein …

Die Puppenspieler:

Der in Bremen lebende Puppenspieler Herbert Lange hat unter der Regie von Martin Leßmann und mit der Kostümbildnerin Ingrid Dela Rosa den Brüder-Grimm-Klassiker behutsam modernisiert auf die Handpuppenbühne gebracht. Das Puppentheater GRIMMbim gastiert nach seinem erfolgreichen Auftritt 2010 nun erneut in dem „Märchen“-Schloss in Neuenbürg.

Nach Herbert Langes mehrjährigem beruflichen Aufenthalt in den USA und vielen erfolgreichen englischen und deutschen Märchenaufführungen in Kalifornien ist  RUMPELSTILZCHEN nun nach Deutschland, in den Schwarzwald zurückgekehrt: Eine spannende wie rätselhaft-poetische Mitmachgeschichte für jeden, für Familien mit Kindern ab 4 Jahren, für Kindergruppen und Schulklassen.

Spieldauer: 40 Minuten

Termin: Samstag, 23. April 2011, 15 Uhr

Ort: Schloss Neuenbürg, Fürstensaal

Eintritt: Kinder 4 Euro, Erwachsene 5 Euro,

Familienkarte (2 Erw. + 2 Ki.) 14 Euro

Karten-VVK: Schloss Neuenbürg

Tel. 07082-792860

Ver(w)irrung im Schlosskeller ab 9. März 2010

Ein Labyrinth zum Fühlen und Tasten

Dieser 100 Meter lange Dunkelparcours im historischen Gewölbekeller ist nichts für schwache Nerven! Wer sich einmal hineintraut, wird so einige Dinge am Ende neu "betrachten".

Dauer: 9. März bis 27. Juni 2010

Bitte beachten Sie die anderen Öffnungszeiten: wochentags (Di-Fr) nur nach Voranmeldung! Museum Schloss Neuenbürg Tel. 07082-792860

Eintritt: 2/1 Euro

 

 

 

 

Sonderausstellungen 2010

Bild: interduck

19. Juni - 29. August 2010: I. Duckomenta in
Neuenbürg - Die Ver-Entung der Welt

Ab 17. September 2010: Forum für zeitgenössische
Kunst - Der Künstler Oscar Accorsi

Eröffnung am Freitag, 18. Juni 2010, 19 Uhr

 

Eine echte Weltsensation kündigt sich an! Nofretete, Königin im Alten Ägypten, kommt in den Nordschwarzwald! Und sie kommt nicht allein! Mit rund 90 weiteren illustren Gästen, darunter Mona Lisa, Goethe und Sissi, wird sie vom 19. Juni bis 29. August 2010 die Schlossräume beziehen und garantiert für Aufregung sorgen. Denn: seit einigen Jahren ist Merkwürdiges zu beobachten! Immer sichtbarer hat sich die Sippe der Enten in die Kulturen unserer Welt eingeschlichen. Stammt Nofretete also ursprünglich von der Ente ab? Die DUCKOMENTA, eine Gemälde- und Skulpturensammlung, die mittlerweile rund 400 Werke umfasst, liefert mit Duckfretete, Dötzi und Co. Belege für diese erstaunliche Abstammungstheorie. Die Ähnlichkeit ist wahrlich verblüffend! Archäologische Funde und Meilensteine der Kultur-und Kunstgeschichte sind, wie die Schau zeigt, über jeglichen Zweifel erhaben.  Muß die Menschheitsgeschichte also neu geschrieben werden? Mit DUCKOMENTA zeigt sich Schloss Neuenbürg erneut von seiner humorvollen Seite. Nach Peter Gaymanns Hühnern im letzten Jahr erobern nun die Enten von InterDuck das Schloss. Seit 1986 stellt InterDuck, ein Zusammenschluss aus Künstlern, Filmemachern und Designern mit Sitz in Berlin, seine Sammlung europaweit aus. Über eine Million begeisterte Besucher ließen sich bislang überzeugen:

Die Ver-Entung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten!

Prüfen Sie selbst. Ein großes Vergnügen auch zum Mitmachen für jedes Alter!

Es erscheint ein anschaulicher, reich bebilderter Katalog.  

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro

Öffnungszeiten: Di - Sa 13-18 Uhr, So + Feiertage 10 – 18 Uhr

Montags geschlossen.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 18. Juni 2010, 19 Uhr, Fürstensaal

 

Begleitprogramm:

Öffentliche Führungen:

Sonntag, 27. Juni, 15 Uhr mit Elke Osterloh

Sonntag, 4. Juli 2010, 15 Uhr mit Jacqueline Maltzahn-Redling M.A.

Führungen sind kostenfrei, Eintritt: 3/2 Euro

Sonntag, 4. Juli 2010, 11 + 16.30 Uhr: Peter Krause, die deutsche Stimme von Donald Duck präsentiert das "Ententainement". Ein "Muss" für alle Freunde von Donald Duck. 

Flamenco und Paella im Schlossgarten, 9. Juli 2010, 20 Uhr

Spanische Rhythmen und Tänze mit der Flamenco-Gruppe La Rondena

Im Flamencostudio wird gerade die „Guajira“ geprobt. Mit einfühlsamen Gitarrenspiel begleitet Robert Rateike den weichen, zeitweise energischen Tanz seiner Frau Alexandra. Sie lässt ihren Fächer gekonnt mit den Füßen um die Wette wirbeln. Das temperamentvolle Zwiegespräch zwischen Musik und Tanz lädt dazu ein mit dem Ensemble durch die Straßen Havannas zu flanieren, von denen Robert Rateike singt.

In einer kurzen Pause ist Zeit um Details zu besprechen. Es ist die „heiße Phase“ vor dem nächsten Auftritt und die Abfolge der Stücke wird an die Bühne des Auftrittsortes angepasst. „Ich freue mich immer, wenn die Bühne ausreichend Platz bietet, damit ich auch mit der Bata de Cola, dem Schleppenkleid tanzen kann“ erklärt Alexandra Rateike. „Dies ist das traditionelle Kleid der Flamencotänzerinnen um die 1920er Jahre und mein Lieblingsaccessoire. Leider kommt es heute nicht mehr so oft zum Einsatz.“

Dies ist aber nicht die einzige Besonderheit des Programmes ¡Viva el arte! Um dem Publikum die Inhalte der spanischen Texte verständlich zu machen, integrieren die Künstler die Übersetzung der überlieferten Flamencostrophen in ihre Stücke. Wie zum Beispiel im Tango flamenco. Die Gitarristen Robert Rateike und Joachim Erk haben sich mit Marlies Diekow, die die Übersetzung der Strophen vorträgt abgestimmt und so entstand ein harmonisches Klangbild aus gesprochenem Wort und Flamencomelodien. Die Perkussion übernimmt Annabell Wagner, die die traditionelle Besetzung des Flamenco-Ensembles komplettiert und mit ihren Händen die rhythmische Grundlage schafft.

Einen Schritt weiter geht das Flamenco-Ensemble mit der Soleá, einer ernsten Flamencoweise zu der der Sänger und Gitarrist Joachim Erk ein Gedicht von Hermann Hesse rezitiert. Der eindrückliche Vortrag im Takt der Soleá wird von Alexandra Rateike tänzerisch interpretiert und verdeutlicht dadurch die im Gedicht thematisierte Sehnsucht.

Aber auch die fröhliche Seite kommt bei ¡Viva el arte! nicht zu kurz: der „kleine grüne Kaktus“ wird auf andalusische Weise vorgetragen und die Verbindung zu Heinz Erhardt über den Flamenco-Rhythmus geschaffen.

Alexandra Rateike: „Flamenco ist Natürlichkeit! Rhythmus, Musik, Tanz, Gesang. Eine Kunst, mit der ich alle Gefühlslagen ausdrücken kann. Und das haben über die Jahrhunderte in Andalusien viele Kulturen getan und so den heutigen Flamenco geprägt. Der Flamenco ist aber keine festgeschriebene Kunstform, sondern entwickelt sich ständig weiter und so war es für uns als Deutsche die konsequente Umsetzung unserer künstlerischen Ideen auch deutsche Poesie zu integrieren, um unsere Gefühle auszudrücken.“

Robert Rateike meint ergänzend: „ Wir sind die ersten Flamencokünstler die auch in deutscher Sprache singen. So bauen wir zwischen der spanischen und der deutschen Kultur eine Brücke. Wir laden unsere Zuschauer ein, mit uns Grenzen zu überschreiten, Neues zu entdecken und dem kleinen grünen Kaktus beim Kastagnetten spielen zuzuschauen.“

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

Einlass: 19 Uhr

Kartenreservierung unter: Tel. 07082-792860 oder info@schloss-neuenbuerg.de

Mehr Infos zu La Rondena: